Das Maienreiten |
Eine alte Großobringer Sitte ist das Maien- bzw. Pfingstreiten. Hintergrund des Festes ist die Vertreibung des Winters aus unserem Dorf und die Begrüßung des bevorstehenden Frühlings. ![]() Alljährlich ritten die Burschen am 2.Pfingstfeiertag gegen 14 Uhr auf ihren Pferden entlang des Triftweges zum Gemeindeholz. Dort schnitten sie sich kleine Maienzweige ab und steckten sie sich an. Früher zogen sie in geschlossenem Zuge zum Dorf zurück, doch später veranstalteten sie entlang des Ringelweges ein Wettreiten. Am Pfützenborn und -teich am Ende des Dorfes warteten die anderen Einwohner. Mit Jubelrufen und einem Tusch wurde der Sieger empfangen. Die Mädchen banden bunte Schleifen an die Maienzweige, bevor sich der Festzug zum Tanz auf dem Plan in Bewegung setzte. Hinter dem Zug fuhr ein Wagen, der von einem großen, geschmückten "Pfingstochsen" gezogen wurde. Auf dem Wagen befanden sich Strohpuppen, die den Winter darstellen sollten. Bei Gesang und Tanz wurden diese dann verbrannt. Als es etwa 1970 im Ort keine Pferde mehr gab, wurde das Rennen und die schöne Sitte des Pfingstreitens eingestellt. |