Die Thüringer Allgemeine berichtete in ihrer Ausgabe vom 20.05.2010:
Großobringer Kindergarten "Rappelkiste" vor Umbau Aus erster Hand erfuhren am Dienstagabend die Eltern der Großobringer Kindergartenkinder, wie sich das äußere Anlitz und das Innenleben der 20 Jahre alten "Rappelkiste" bis zum Jahresende wandeln sollen. Für Sanierung und Modernisierung des Kinderhauses sind 500 000 Euro veranschlagt.
Auf die 55 Knirpse im Großobringer Kindergarten kommt eine aufregende Zeit zu, auf ihre Kindergärtnerinnen Monate, die noch mehr Einsatz und Organisationstalent abverlangen, als die Mitarbeiterinnen um Kita-Leiterin Bärbel Schilling ohnehin an den Tag legen müssen. Aber, so versicherte Joachim Schmidt, Landesgeschäftsführer des Trägerwerks Soziale Dienste, am Dienstagabend den Eltern, an der bestmöglichen Betreuung der Kinder wird es nicht fehlen. Sie müssen voraussichtlich im Juli für drei bis vier Monate ihr angestammtes Haus verlassen, um den Bauhandwerkern Platz zu machen.
Die Zwerge und Krabbelzwerge, das sind die Kleinsten, werden in das Dorfgemeinschaftshaus umziehen, die größeren Regenbogen- und Sonnenkinder in die einstige Gaststätte "Zur Sonne". Um beide Übergangsdomizile so herzurichten, dass es dafür die unumgängliche Betriebserlaubnis gibt und sich die Kinder natürlich auch wohlfühlen, sind Investitionen in Höhe von immerhin 20 000 Euro nötig. So erhalten die Gaststätten-Räume seit Wochenbeginn bereits ein frisches Farbkleid. Sorgen macht den Eltern indes die Sicherheit ihrer Kinder, wenn diese auf dem Weg zu ihrem Spielplatz am Kindergarten die B 85 überqueren müssen. Hier gab es die Zusicherung, dass Bürgermeister und Verwaltungsgemeinschaft umgehend alles Notwendige für die Schaltung einer längeren Grün-Phase an der Ampelkreuzung unternehmen.
Eine Alternative zum vorübergehenden Auszug des Kindergartens gebe es bei dem Umfang und der Art der Bauarbeiten nicht, betonte Architekt Dietmar Köcher. An der Kubatur des Gebäudes lasse sich leider nichts ändern und am Zuschnitt der Räume durch deren Betonmauern nur wenig. Dennoch hob der Architekt hervor, dass "vor zwei Jahren keiner geglaubt hat, dass wir hier in Großobringen so viel tun können wie in den kommenden Monaten". Mit seinen Plänen will er viel Licht, Glas und Wärme in das Kinderhaus bringen, gleichzeitig zusätzliche Betreuungsplätze schaffen und jeder Gruppe eigene Sanitär- und Umkleideräume zuordnen. Der monströse Schornstein wird bis unters Dach abgerissen und das neue Fassadenkleid natürlich ein wärmegedämmtes sein. Größtes Augenmerk gelte zudem dem Brandschutz und damit der Sicherheit der Kinder.
Die erste Bauleistungen für das zweitgrößte Investitionsvorhaben in der Großobringer Nachwende-Geschichte, so kündigte VG-Chef Hans Wagner an, werden voraussichtlich am 21. Juni vergeben. |